Was sind Inlays?

Inlays (Einlagefüllungen) sind zur Versorgung größerer Defekte, besonders im hinteren Seitenzahnbereich, geeignet, wenn ein Zahndefekt durch seine Ausdehnung nicht mehr mit einer Kompositfüllung optimal wiederaufgebaut werden kann. Sie werden im zahntechnischen Labor vom Zahntechniker hergestellt und sind aufwendiger aber gleichzeitig in diesem Bereich wesentlich haltbarer als Kompositfüllungen. Inlays können je nach Situation aus Keramik oder Gold hergestellt werden.

Keramikinlays sind in Form und Farbe dem natürlichen Zahn nachempfunden. Gerade für den anspruchsvollen Patienten sind sie die Versorgung der ersten Wahl, da sie vom Zahntechniker individuell gestaltet werden und sich dadurch ästhetisch wie funktionell optimal in die Zahnreihe einfügen. Keramikinlays werden vom Zahnarzt mit einer speziellen Klebetechnik (Adhäsivtechnik) mit dem Zahn verklebt. Diese Technik erhöht die Stabilität und Lebensdauer der Versorgung.

Inlays - Zahnarzt München
Inlays Definition – Zahnarzt München

Inlays und Onlays: die Unterschiede

Obwohl Inlays besonders bei kleinen bis mittelgroßen Zahndefekten sinnvoll sind, können die meisten Kauflächen mit Onlays rekonstruiert werden. Die geschwächte Zahnwand wird gestärkt, da das Onlay eng an den Höckern anliegt. Inlays hingegen sind vollständig von Zahnmaterial umgeben und kommen nur bei ansonsten gesunden Zähnen zum Einsatz.

Inlays und Onlays Vor & Nachteile
Inlays – Vor & Nachteile

Vor- & Nachteile von Inlays

Vorteile
Keramik-Inlays lassen sich optimal an die natürliche Zahnfarbe anpassen, was zu optisch einheitlichen Ergebnissen führt – Inlay-Füllungen sind nahezu unsichtbar. Sowohl Keramik- als auch Goldinlays sind sehr hygienisch, halten hohen Kaubelastungen stand und sind länger haltbar als andere Zahnfüllungen: Goldmodelle haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren und Keramikmodelle eine durchschnittliche Lebensdauer von 8 bis 10 Jahren. Zum Vergleich: Amalgamfüllungen halten durchschnittlich sieben bis acht Jahre, Kompositfüllungen durchschnittlich vier bis sechs Jahre.

Nachteile
Die Herstellung von Einlagefüllungen ist sehr aufwändig und die verwendeten Materialien sind teuer. Das Einsetzen dauert auch länger als bei anderen Zahnfüllungen. Daher zahlt die Krankenkasse die Inlays nur anteilig (nur bis zur Anzahl vergleichbarer Amalgamfüllungen).

Keramikinlays und Goldfüllungen

Keramik ist ein sehr beliebter Werkstoff in der Zahnheilkunde, da er sich durch seine besonderen Eigenschaften deutlich von anderen Werkstoffen unterscheidet. Der größte Vorteil von Keramikinlays ist ihre Farbe. Die Keramik kann der natürlichen Zahnfarbe sehr genau entsprechen, sodass das Inlay nahezu unsichtbar ist. Dies macht es zu einem der beliebtesten Materialien für diese Art der Behandlung.

Vor der Popularität von Keramik wurde Gold hauptsächlich als Material zur Herstellung von Inlays oder Onlays verwendet. Das Goldinlay kommt mit seiner Härte natürlichen Zähnen am nächsten und besticht durch seine extra lange Haltbarkeit. Goldeinlagen halten in der Regel mindestens 25 Jahre. Daher sind Goldinlays auch heute noch beliebt, obwohl sie gegenüber Keramikinlays einige erhebliche Nachteile haben, z. Die Verarbeitung von Gold ist sehr komplex und stellt eine große Herausforderung für Zahnärzte und Zahntechniker dar, bei denen feines Handwerk gefragt ist.